Jörg Zinner hat die Leitung der Weidenberger Grund- und Mittelschule übernommen.

Neues Schuljahr, neuer Chef hieß es dieses Jahr in Weidenberg. Wobei: So ganz neu ist der Neue nicht. Denn das neue Leitungsteam ist Teil des alten: Jörg Zinner, der neue Schulleiter der Grund- und Mittelschule, und Bianca Freissle, jetzt alleinige Konrektorin,  waren bis zum Ende des vergangenen Schuljahres gemeinsam das Konrektorenteam der Schule. 

Auf dem Bild: Sie stehen hinter dem neuen Schulleiter Jörg Zinner (Dritter von links): Angela Engelhardt (Vorsitzende des Förderverein Perspektive), Nina Brehm (Vorsitzende des Elternbeirats), Bianca Freissle (stellvertretende Schulleiterin), Schulamtsdirektor Werner Lutz und Bürgermeister Hans Wittauer.

 

Ein gutes Team wollen sie auch bleiben. „Wir versuchen auf jeden Fall ganz eng zusammenzuarbeiten. Dazu gehört, dass wir auch die Aufgabengebiete nicht trennen wollen – einer mehr Mittelschule und einer mehr Grundschule, sondern wollen uns beide überall auskennen“, sagt Zinner.

In ihrer Antrittsrede zogen die beiden den beliebten Vergleich der Schule mit einem Schiff – auf ihre Crew werden sie sich wohl verlassen können, denn dass die Schulleitung aus den eigenen Reihen besetzt wird, sei offensichtlich auch ein Wunsch des Kollegiums gewesen. „Die Freude der Kollegen, als die Entscheidung bekannt wurde, war deutlich zu spüren“, berichtet Zinner.

Nach einem Handlungsleitfaden müssen sie nicht lange suchen: „Unser Schulmotto lautet ,Meine Schule – Gemeinsam stark‘“, erklärt Zinner. Die Anfangsbuchstaben entsprechen den Buchstabenkombinationen MS für Mittelschule und GS für Grundschule. „Die Ideen dazu stammen aus dem Kollegium, wir haben das vor einigen Jahren entwickelt und das passt genau“, sagt Zinner, der seit dem Schuljahr 2003/2004 an der Weidenberger Schule unterrichtet. Mit einer Unterbrechung: Zum Schuljahr 2010/2011 wechselte er nach Creußen, um anschließend als Konrektor zurückzukehren. Seinen allerersten Schultag als Lehrer hatte er am 11. September 2001, dem Tag der Anschläge auf das World Trade Center  – das war kein leichter Start. Als Schulleiter startete er nun auch an einem 11. September. Diesmal aber nur mit positiver Aufregung. „Ich gehe auf jeden Fall mit einer gehörigen Portion Demut an das Amt ran“, sagt Zinner. Seine Stärken sieht er in seiner Menschenkenntnis, Umsicht und meist einem richtigen Bauchgefühl – er hofft, dass ihm dies erhalten bleibt.

Was gibt es für konkrete Pläne? „Das Schuljahr muss in Schwung kommen“, sagt Zinner – alle Jahre wieder. Zudem haben aktuell in Bayern alle Schulen die Aufgabe, ein Medienkonzept zu entwickeln. Hier gelte es in enger Absprache mit der Gemeinde zu gucken, wo es Fördergelder gibt und welche Anschaffungen sinnvoll sind. Perspektivisch wollen Zinner und Freissle die Mittelschule weiter stärken und ausbauen: „Die Schule soll für noch mehr Schüler attraktiv sein.“

Zinner übernahm die Leitung von Reinhard Müller, der vorzeitig aufhörte, um mehr Zeit für die Pflege seiner kranken Frau zu haben. Sollten Fragen auftauchen, wolle Müller aber gerne die „graue Eminenz im Hintergrund“ geben, sagt Zinner, der das gut findet. Schließlich kennen sie sich gut, der Alte und der Neue.

Info: In der Weidenberger Grund- und Mittelschule werden aktuell 25 Klassen unterrichtet, davon zwölf in der Grundschule und 13 in der Mittelschule. 14 davon sind Ganztagsklassen – dieses Jahr besuchen erstmals mehr Ganztags- als Regelschüler die Schule. 535 Kinder besuchen die Schule – damit verpasst die Schule ganz knapp die notwendige Schülerzahl für eine zweite Konrektorenstelle.

 

QUELLE: NBK Pegnitz vom Freitag, 21. September 2018, Seite 22, von Renate Allwicher

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